Dvorak trifft Schwab
begleitet eine Legende
in die Neuzeit.

Am Ende des Wurstelpraters thront, behütet von riesigen Kastanienbäumen, eine Wiener Legende. Das Schweizerhaus ist eine echte Institution mit einer enormen Fangemeinde. Und wir, wir haben da schon immer dazu gehört. Darum war es eine besondere Ehre und große Freude, gemeinsam mit der Familie Kolarik das Schweizerhaus kommunikativ ins Hier und Heute zu bringen. An dem Logo und der Farbwelt wollten wir aber keinesfalls rütteln – die gehören zum Schweizerhaus, wie Stelze und Krügerl. Was uns aber in der Kommunikation gefehlt hat, war die Gemütlichkeit, der Charme und vor allem auch der Schmäh. Gestartet hat das Projekt für uns jedoch mit dem Star der Show: der Stelze bzw. ihrem Job als Model für das Signature-Foto. Das neue Corporate Design für das Schweizerhaus sollte unaufdringlich sein und die treue Gästeschar keinesfalls vor den Kopf stoßen – sondern Alt und Jung, Groß und Klein lustvoll mitnehmen. Bei aller Bescheidenheit: wir denken, das ist uns gelungen.

Beginnen wir mit ein bisschen Geschichte: Der Fleischhauer Johann Kolarik hat im Jahr 1920 ein Auge auf das damals komplett ramponierte Schweizerhaus geworfen, weil er selber gern im Prater eingekehrt ist. Übernommen hat es aber nicht Johann, sondern sein Sohn Karl. Und so wie der Vorname für die männlichen Nachkommen, so wird auch das Schweizerhaus von Generation zu Generation weitergegeben. Einzig an der Kommunikation muss man dann und wann ein bisschen was ändern. Und hier kommen nun wir ins Spiel!

Mit dem Fotografen Matthias Aschauer haben wir uns über eine ganze Saison hinweg auf die Lauer gelegt und das Schweizerhaus aus einer beobachtenden Perspektive eingefangen. Diese reportageartige Bildsprache reicht vom Gastgarten zu allen Tageszeiten bis zu den Portraits der Familie Kolarik, wo die Kamera mehr dabei, aber nie im Mittelpunkt ist.

Im Schweizerhaus rinnt das Bier und es rennt der Schmäh. Und den haben wir nun endlich auch in die Kommunikation geholt. Vor allem auf der Website, wo die Texte auch ein bisschen länger sein dürfen, haben wir eine spezielle Sprache entwickelt. Sympathisch, in ihren Zügen ein wenig antiquiert und dadurch unverwechselbar.

Das mit Sicherheit größte Projekt war die neue Website des Schweizerhauses. Neben den üblichen Verdächtigen – Reservierung, Speisekarte, Öffnungszeiten – findet sich hier auch ein Streifzug durch die Geschichte und ein eigenes Kapitel mit Kuriositäten aus dem Schweizerhaus – und derer gibt es genug! Die Mischung aus unseren neuen Fotos und den vielen historischen Bildern bildet einen schönen Kontrast und macht auch dann Stimmung, wenn man gerade nicht vor Ort sein und unter den Kastanienbäumen sitzen kann.

Im Zuge der Recherche haben wir die Geschichte des Schweizerhauses genau studiert und einzelne Elemente aus der Vergangenheit wieder belebt. So fand sich die neue Schrift für Headlines in ähnlicher Form schon vor rund 70 Jahren Jahren im Schweizerhaus, wie man hier sehen kann.

Das Schweizerhaus steht für Stelze und Bier. Aber auch fürs Zusammensitzen und Plaudern. Diese Gemütlichkeit. Dieses „Erlebnis Schweizerhaus” wollten wir auch auf der Website einfangen und transportieren. Diese ist folglich mehr wie ein Bilderbuch gestaltet, durch das man ganz zwanglos blättern und in Gegenwart und Geschichte gleichermaßen eintauchen kann.

Die Recherche hat so viel Einzigartiges ans Tageslicht gebracht, dass wir einfach einen eigenen Menüpunkt für „Kurioses” auf der Website einfügen mussten. Von der Geburt der mittlerweile legendären Rohscheibe über die Ausschank aus einer Riesenrad-Gondel bis hin zum Wurstomat … es gibt so viel zu erzählen!

Für eine lebendige, sympathische und authentische Bildsprache kombinieren wir Nahaufnahmen mit Totalen und spielen bewusst mit Schärfe und Unschärfe. Speisen und Getränke wechseln sich mit Impressionen aus dem Gastgarten und Bildern von Gästen und den Menschen, die hier arbeiten, ab: hell und freundlich, ungezwungen und sympathisch, mit viel Licht und natürlichen Schatten.

Brand Design
Corporate Communication


Fotos: Matthias Aschauer, Stefan Mayer (Signature Dish), Schweizerhaus-Archiv